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Teppichböden verlegen: So geht's!

Teppichböden verlegen können in kleineren Räumen in der Regel auch Personen, die über keine allzu großen Heimwerkerkenntnisse verfügen. Bei größeren Räumen oder einem problematischen Untergrund empfiehlt sich die Hilfe eines Profis.
Bei der Wand-zu-Wand-Verlegung gibt es grundsätzlich drei unterschiedliche Verlegearten: Lose Verlegung, vollflächige Verklebung oder die Verlegung mit Klebeband.
Lose kann man Teppichböden verlegen in Räumen, die kleiner als 15 m² sind: Teppich im leeren Raum auslegen, zuschneiden und mithilfe der Fußbodenleisten fixieren.

Bei der Verlegung mit Klebe- oder Klettband werden entlang der Wände und an den Stößen auf dem Untergrund ein doppelseitiges Klebeband angebracht, das den Bodenbelag festhält. Bei größeren Räumen zusätzlich einen oder mehrere Streifen längs und quer anbringen. Klettband ermöglicht eine leichte Entfernung des Teppichbodens, kann aber nur bei Ware mit Vliesrücken verwendet werden.
Die vollflächige Verklebung ist die stabilste Art beim Teppichböden verlegen und verhindert Aufwerfen und Verziehen des Belags. Ein lösemittelfreier Dispersionskleber ist später einfacher zu entfernen als flüssige Teppichfixierung.

Vor dem Teppichkauf:
Raum in Längs- und Querrichtung ausmessen, dabei Türaussparungen und Heizkörpernischen berücksichtigen. Für den Zuschnitt 10 cm in Länge und Breite hinzurechnen. Der Materialbedarf hängt auch von der Bandbreite sowie Struktur und Dekor des Flors ab.

Untergrund vorbereiten:
Zunächst die Beschaffenheit des Untergrunds prüfen. Für ein gutes Arbeitsergebnis ist ein ebener, fester, trockener, rissfreier Untergrund notwendig. Bei altem PVC- oder Linoleumuntergrund, der noch fest verklebt ist und keine Beschädigungen aufweist, muss die Fläche gründlich gereinigt und mit Waschbenzin entfettet werden.
Holzdielen als Untergrund weisen oft Höhenunterschiede und Fugen zwischen den einzelnen Brettern auf. Legen Sie auf den Dielen einen ca. 6 mm dicken Jutefilz aus, lose Bretter müssen festgeschraubt werden. Häufig ist eine schwimmende Verlegung von Holzspanplatten auf die alten Dielenbretter ratsam.
Estrich weist häufig Unebenheiten auf. Kleinere Löcher überspachteln, bei größeren sollte der komplette Boden mit Fließspachtel überzogen werden. Sandige Estriche werden mit Tiefgrund gefestigt.
Alte Teppichböden vollständig entfernen. Als Untergrund für einen neuen Teppichboden taugt lediglich ein fester, vollflächig verklebter Nadelfilz.

Teppichböden verlegen:
Nach Vorbereitung des Untergrunds und Austrocknen der Grundierung wird der Teppich im Raum lose ausgelegt. Ein paar Stunden ruhen lassen, damit er sich anpassen kann. Erst danach diagonal in die Ecken einschneiden, so dass der Teppich so flach wie möglich am Boden anliegt. Dann mit ca. 10 cm Zugabe an allen Seiten zurechtschneiden.
Soll der Boden mit Klebeband befestigt werden, Teppichkante umklappen und das Klebeband auf dem Boden befestigen. Obere Schutzfolie erst dann abziehen, wenn der Teppich angedrückt werden soll.
Beim Zuschneiden den Teppich von der Mitte her in den Wand-Boden-Winkel drücken und den Teppich mit einem scharfen Teppichmesser exakt in diesem Winkel zuschneiden. Bei der Arbeit öfter die Klinge wechseln. Teppich befestigen, indem Sie die Schutzfolie vom Klebeband abziehen, den Teppich straff andrücken und glatt treten.
Bei der vollflächigen Verklebung den Teppich nach dem groben Zuschneiden bis zur Raummitte zurückschlagen, Kleber oder Fixierung mit der Rolle auf dem Untergrund auftragen, nach Ablüften (5 bis 10 Minuten) Teppich in das feuchte Kleberbett rollen; anschließend die andere Raumhälfe in gleicher Weise bearbeiten. Erst dann den Bodenbelag an den Rändern exakt zuschneiden.

Siehe auch