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Streichen: Auf jedem Untergrund

Der Erfolg beim Streichen hängt stark vom Untergrund ab. Nur wenn der Farbauftrag auf den Grund abgestimmt wird, erhält man zufriedenstellende Ergebnisse. Die Beschaffenheit von Untergründen kann man unter zwei verschiedenen Aspekten einteilen: Es gibt poröse und dichte Untergründe sowie organische und anorganische Untergründe.
Porös sind z. B. Stein und Holz. Die Grundanstriche müssen dünnflüssig sein, ein niedermolekulares Bindemittel haben, dürfen nicht zu schnell trocknen, sollten gut in die Oberflächenkapillaren eindringen, keinen dicken Film bilden und die Haftung nachfolgender Schichten gewährleisten. Gut eignen sich z. B. Acryl-Tiefengrund oder Putzgrund.

Für dichte Untergründe wie Metalle, Kunststoffe und Glas müssen Grundanstriche pigmentiert sein, chemische Bindungen ermöglichen, in hoher Schichtdicke aufgetragen werden können, schnell trocknen und eine gute Haftbrücke zur nächsten Beschichtung bilden. Zu den verschiedenen Lacksystemen sind jeweils passende Vorstreichfarben erhältlich, für Metall gibt es spezielle Haftgründe.
Zu den anorganischen Untergründen gehören Stein, Glas und Beton (mineralisch) sowie Metalle, Kupfer, Aluminium und Zink (Metallisch). Organisch sind Holz und Kunststoffe.

Beim Streichen kann es zwischen Untergrund und Beschichtung zu Wechselwirkungen kommen, die beachtet werden müssen. Damit die Farbe nicht abblättert oder Blasen wirft muss die Untergrundbeschaffenheit stets auf die Beschichtung abgestimmt werden. Bei Unsicherheit empfiehlt es sich, einen Fachmann aus dem Maler- und Lackiererhandwerk hinzuzuziehen.

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