Markise: Dekorativer Sonnenschutz
Eine Markise setzt optische Akzente und verhindert, dass es auf dem Balkon und auch hinter den Fenstern in der Wohnung bei allzu intensiver Sonnenbestrahlung zum Hitzestau kommt. Gleichzeitig dient sie als Blend- und Sichtschutz, lässt aber dennoch genug Helligkeit in die Räume. Korrosionsgeschützte Materialien für die Gelenkarme und die richtige Wahl des Markisentuchs sind wichtig, damit die Vorrichtung lang funktionstüchtig bleibt. Bei Regen oder starkem Wind müssen die Markisen eingefahren werden. Entsprechende Steuerungen sind z. B. als automatische Wind- und Regenwächter im Baumarkt erhältlich.
Material und Ausführungen: Die Stoffe werden in vielen verschiedenen Designs und Farben angeboten; klassisch sind gleich breite Streifen in Weiß und Rot, Blau, Grün oder Gelb. Sie sind wetterbeständig, also lichtecht und wasserfest; sie reißen auch bei stärkerem Wind nicht, sind entsprechend den Anweisungen des Herstellers abwischbar und laufen nicht ein. Das Gestänge und andere mechanische Teile bestehen aus eloxiertem Aluminium oder verzinktem Stahl. Teurere Ausführungen haben eine Tuchwellenabdeckung, die die eingerollte Markise vor Verschmutzung und Witterungseinflüssen schützt.
Montage: Fenstermarkisen können entweder nur als eine senkrechte Beschattung mit seitlicher Führung montiert werden oder mit einem Fallarm versehen sein, damit die untere Kante nach außen geschwenkt werden kann; für hohe Fenster empfiehlt sich die Markisolette, eine Kombination aus beiden, bei der der obere Teil senkrecht bleibt, während der untere ausgeschwenkt wird. Für den Balkon gibt es Klemmmarkisen, eine Variante der Fallarmmarkise. Der Name rührt daher, dass die Fallarme in zwei Rohren geführt werden, die zwischen Balkonboden und oberem Balkon, Mauervorsprung o. Ä. eingeklemmt werden. Für Balkon- oder Terrassenmarkisen mit größeren Spannweiten sind jedoch stabilere Konstruktionen mit Gelenk- oder Scherenarm erforderlich.
Bedienung: Alle Ausführungen werden am Mauerwerk über dem Fenster bzw. seitlich montiert. Bedient werden sie mit Kurbel, Gurtzug oder mittels Elektroantrieb (mit oder ohne Sonnen- bzw. Windwächter) vom Raum aus; Handkurbeln können auch von außen bedient werden, falls die Wand nicht durchbohrt werden kann oder darf.


