Fenster: Licht- und Luftspender
Fenster sind zur natürlichen Belichtung und Belüftung im Haus notwendig. Ebenso besteht die Möglichkeit, mit großen Fenstern durch die Sonneneinstrahlung Wärmeenergie zu gewinnen, der Energieverlust bei transparenten Flächen ist aber größer als bei geschlossenen Wandflächen.
Alle neuen Fenster sollten nach den RAL-Richtlinien gefertigt sein. RAL-Gütezeichen werden vom Deutschen Institut für Gütesicherung und -kennzeichnung vergeben. RAL Gütezeichen beziehen sich bei Fenstern u. a. auf das Isolierglas, das Profilsystem, die Beschläge und die Farbbeschichtung.
Der richtige Rahmen: Unter ökologischem Gesichtspunkt sind einheimischer Hölzer am günstigsten. Eiche, Esche, Ulme oder Erle zählen zu den Harthölzern. Fenster mit Hartholzrahmen müssen alle drei bis fünf Jahre gewartet werden.
Tropische Hölzer aus kontrolliertem forstwirtschaftlichen Anbau (Plantagen) sind härter und damit witterungsbeständiger als einheimische. Aus Umweltschutzgründen sollten die früher oft verwendeten Hölzer wie Mahagoni oder Meranti (Lauán) nicht mehr eingebaut werden. Die heute nach RAL-Richtlinien gefertigten Fensterrahmen bestehen aus Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern (z. B. Eukalyptus) und haben das FSC-Zertifikat (Forest Stewardship Council).
Fenster aus Kunststoff (meist PVC, z. T. mit Holzkern oder Stahlarmierung) sind sehr wartungsfreundlich und pflegeleicht; sie müssen nicht gestrichen werden. Herstellung und Recycling von Kunststofffenstern sind sehr energieaufwendig.
Aluminium und Stahl spielen beim privaten Hausbau und im Eigenheimbereich eine nur untergeordnete Rolle.
Das richtige Fensterglas: Normales Fensterglas besteht aus Silikatglas oder Quarzglas und absorbiert die ultraviolette Strahlung der Sonne. Ein Scheibensilikatglas kann bis zu 100 Jahre halten. Es gibt aber auch zahlreiche Arten von Spezialgläsern.
Isolierglasscheiben: Alle neuen Fenster müssen den Richtlinien der Wärmeschutzverordnung entsprechen. Der Energieverlust wird durch den Wärmedurchgangskoeffizienten (k-Wert) bestimmt: Je kleiner der k-Wert, desto größer der Energiesparwert. Erreicht bzw. übertroffen wird der vorgeschriebene Wert durch Verwendung von Fenstern, bei denen zwei oder mehrere durch Stege und Profile auf Abstand gehaltene Glastafeln luftdicht verbunden sind. Zwischen den Tafeln befindet sich entfeuchtete Luft oder ein spezielles Gasluftgemisch.
Schallschutzgläser erreichen die Schalldämmung dadurch, dass die äußere Scheibe aus Verbundglas mit einer innen liegenden Schicht aus Polyesterharz oder anderen Gießharzen besteht.
Mit Sonnenschutzgläsern wird durch bestimmte Beimischungen im Glas selbst oder durch eine besondere Beschichtung eine Verringerung der Sonneneinstrahlung erreicht.


